Bericht über: Radio „Müggelseewelle“
| Radio „Müggelseewelle“ | |
| Stefan Schade, Marcel Baar, Gregor Fietze, Martin Jankowski, Robert Dumke | |
| E-Mail: | radio@mueggelseewelle.de |
| Website: | www.mueggelseewelle.de |





Idee mit starker Reichweite

Stand: Oktober 2026
Wer kennt das nicht? Manchmal sitzt man nett zusammen, jemand haut eine Idee raus, die erstmal absurd klingt, man lacht und kichert darüber, und auf einmal findet man sich in einem neuen Abenteuer mit offenem Ende wieder.
Dabei fing alles recht harmlos an. Ein Werbefachmann, ein Metalldesigner, ein Sportmarketingexperte, einer aus der Finanzbranche sowie ein pensionierter Spirituosenhändler verabredeten sich an einem düsteren Februartag in Rahnsdorf zum Saunieren. Was nach einer Szene aus einem alten James-Bond-Agentenfilm klingt, war in Wahrheit ein lockerer Schnack unter Freunden. „Wir unterhielten uns gerade über unsere letzten Urlaube, da fiel mir der Sender ‚Radio Paradise‘ ein, den ich in Kalifornien gehört hatte. Dieser bietet eine perfekte Mischung, mit viel toller Musik, wenig Gequatsche und ohne andauernde Werbeunterbrechungen“, blickt der Rahnsdorfer Stefan Schade zurück.
Schnell stand bei den fünf Freunden, die alle aus Rahnsdorf kommen, die Frage im Raum, warum es so ein Angebot nicht für die Müggelsee-Region gibt. „Etwas von hier und für hier, mit dem sich die Menschen verbunden fühlen, das war unsere Idee“, beschreiben Stefan Schade, Marcel Baar, Gregor Fietze, Martin Jankowski und Robert Dumke den damaligen Gedanken.
Schnell „on air“
Nach einigem Recherchieren kamen sie dahinter, dass es gar nicht so kompliziert ist. „Da Robert Dumke von Berufs wegen viel mit Finanzen und Verträgen zu tun hat, holte er ein paar Informationen ein. Am Ende brauchten wir ‚nur‘ eine Lizenz, die natürlich nicht geschenkt ist, eine passende Software, einen Computer und ein Mikrofon“, erläutert Stefan Schade die Anforderungen. Doch, dass der Weg nicht leicht wird, war allen klar. Was sie aber gemeinsam haben, ist, ihren Träumen zu folgen und gewisse Risiken dafür einzugehen. „Auch, wenn deswegen die eine oder andere Ehefrau etwas auf die Barrikaden ging“, schmunzelt Stefan Schade.
Starker Rückhalt
Mit einigem an Arbeit wurde schließlich das Internetradio „Müggelseewelle“ aufgebaut, das technisch vorwiegend von einer KI gesteuert wird. „Ein kommerzieller Erfolg ist nicht angestrebt, trotzdem müssen langfristig Kosten gedeckt werden. So sind wir ganz froh, inzwischen einige Sponsoren aus der Region gewonnen zu haben, die durch spannende Beiträge das Programm bereichern und unsere Vision mit unterstützen. So zählt unser Repertoire mittlerweile schon an die 1 600 gekaufte Musiktitel“, berichtet Stefan Schade.
Seit dem Start am 1. April 2026 ist das Programm über die eigene Internetseite sowie über verschiedene Apps erreichbar. Mit knapp 12 000 Hörern, die bislang eingeschaltet haben, kann man durchaus sagen, dass der Sender Gehör findet.
Für jeden etwas dabei
Das Programm setzt sich aus jeder Menge Musik zusammen. „Größtenteils ist es themensortiert. Wir haben vor allem Titel herausgesucht, die wir selber gerne hören. So hat jeder von uns einen Bereich, den er füllt“, erklärt Marcel Baar, der aktuell die tägliche Arbeit am Sender verantwortet.
„Puhdys“ wieder im Radio?
„Wir wollen versuchen, künftig mehr die Hörer und Personen aus der Region mit einzubinden. So ist geplant, auf verschiedenen Veranstaltungen mit einem Infostand vertreten zu sein. Des Weiteren kam die Idee auf, Berühmtheiten hier aus der Ecke, wie etwa den Keyboarder der Ost-Band ‚Puhdys‘, Peter Meyer, mit on air zu bringen“, gibt Marcel Baar einen Blick in die Zukunft.
Mehr als Musik
Auf „www.mueggelseewelle.de“ bieten sich einem neben dem Radio-Programm zudem nützliche Auskünfte zum Wetter, eine Webcam für den Müggelsee sowie die Möglichkeit, einen „Radiogruß“ zu versenden. „Bei dem Radiogruß hören wir natürlich immer erst noch genau rüber, bevor gesendet wird. Man will ja nicht, dass Hinz und Kunz da Klamauk treiben“, so Stefan Schade.
Für Politisches möchte der Sender keine Anlaufstelle sein, stattdessen bereichern kleine Berichte zu Heim, Haus, Garten und Reisen sowie ein „Bierpreis-Index“ das Programm. Wie es sich für einen maritim angehauchten Sender gehört, findet sich hier das Seewetter ebenso im Programm wie Angel- und Bootstipps.
Neue ‚Kanäle‘ am See
Als großes Ziel für die Zukunft haben die Hobby-Radiomoderatoren geplant, eine eigene DAB-Frequenz zu bekommen. „Dabei belaufen sich die geschätzten Kosten nur für die Frequenz schon auf um die 50 000 Euro. Das ist eine Menge Geld, das erst einmal da sein muss. Auf jeden Fall freuen wir uns über jeden, der Lust hat, unser Projekt zu unterstützen“, laden die „Fünf Freunde vom Müggelsee“ ein.