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Bericht über: Schauspieler und Synchronsprecher

Schauspieler und Synchronsprecher
Steffen Groth
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Liebe in Berlin

Stand: Oktober 2026

Manche erkennen die Reize des Berliner Ortsteils Friedrichshagen gleich, so manch anderer braucht da etwas länger.

„Ich musste tatsächlich 17 Mal innerhalb Berlins umziehen, bevor ich diesen Ortsteil für mich entdeckte. Vorher habe ich die Gegend so gar nicht wahrgenommen. Wenn man aber hier lebt, fallen einem die Besonderheiten dieses Mikrokiezes auf“, beschreibt Schauspieler und Synchronsprecher Steffen Groth. Hier lebt er seit einigen Jahren zusammen mit seiner Frau Ana Große Halbuer, die als Traumatherapeutin und für eine internationale Nichtregierungsorganisation arbeitet, und der gemeinsamen Tochter. „Seit Kurzem gehört zudem ein Schweizer Schäferhund zu uns. Er ist manchmal noch etwas ungestüm, aber das darf er als Junghund auch“, freut er sich über den Familienzuwachs.
Dass er überhaupt in Friedrichshagen gelandet ist, war reiner Zufall. „Durch Frau und Kind musste etwas Größeres her. Im Internet habe ich dann die jetzige Wohnung gefunden“, erzählt er, wie es ihn damals vom nördlichen Pankow ins östliche Friedrichshagen verschlug.
„Besonders reizvoll finde ich den hohen Naherholungswert sowie die Architektur. Ich habe schon in so einigen Ecken von Berlin gewohnt, für mich ist das bis jetzt der schönste Ort. Toll finde ich auch, dass hier alles konzentriert ist, aber ohne, dass es zu aufdringlich und gequetscht wirkt. In der Bölschestraße findet man fast alles, was man so benötigt“, schwärmt der Schauspieler.

Vater als Vorbild?
Seine Kindheit verbrachte der heute 51-Jährige im damaligen West-Berliner Bezirk Zehlendorf. Dort konnte er schon früh ein Auge auf künstlerische Talente werfen, schließlich beherrscht sein Vater Konradin Groth als Solotrompeter der „Berliner Philharmoniker“ die Trompete so gut wie kaum ein anderer. So erlebte Steffen Groth bereits mit zwei Jahren sein erstes klassisches Konzert. Der Besuch der „Salzburger Festspiele“ zu Ostern gehörte bei der Familie zu den festen Terminen im Jahr. „In die Fußstapfen meines Vaters wollte ich jedoch nie treten, dafür wäre der Schuh viel zu groß, den ich mir hätte anziehen müssen“, ist er sich sicher.

Schauspiel als Leidenschaft
Für ihn selbst stand schon in jungen Jahren fest, dass er die Bretter, die die Welt bedeuten, eines Tages betreten möchte: „Mit neun oder zehn fasste ich bereits diesen Entschluss. Die Schule fand ich zu dem Zeitpunkt nicht so spannend. Rückblickend würde ich sagen, dass damals viel zu wenig unterrichtet wurde, was man später wirklich gebrauchen kann. Viel mehr war es das Theater, das mich faszinierte.“

Schnell auf die Bühne
„Durch die große Bekanntheit meines Vaters gingen bei uns diverse Leute ein und aus, so auch eines Tages Ulrich Matthes. Mit gerade mal 16 Jahren hatte ich das Glück, ihm den Romeo vorsprechen zu dürfen“, weiß er noch.
Ein gewisses Potenzial wurde in ihm durchaus erkannt, dennoch war eine professionelle Ausbildung unumgänglich. Daher fing er 1994 an der „Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch“ in Berlin an, zu studieren. Noch während seiner Ausbildung begann er, die Karriereleiter aufzusteigen. So bekam er die Chance, sich 1996 im „bat-Studiotheater“ und ein Jahr später im „Maxim-Gorki-Theater“ zu erproben.

Dem Klischee widersprechen
Trotz der anfänglichen Begeisterung fürs Theater verschlug es ihn sehr schnell zum Film. Er war viel in Serien- und Episodenrollen zu sehen, etwa in „Großstadtrevier“, „Rosamunde Pilcher“ oder „Binny und der Geist“.
„Obwohl mir zu Anfang die Rolle des Schönlings prophezeit wurde, habe ich immer versucht, mich aus dieser Nische zu bewegen und viele verschiedene Charaktere zu übernehmen. Als Figuren spiele ich sehr gerne schräge Typen“, verrät er.
Anspruchsvolle Rollen sieht er für sich nicht als Problem, sondern als Herausforderung. So besuchte er für den Film „Alles auf Zucker!“ extra eine Logopädie, um das Stottern seiner Figur authentisch wiederzugeben.
Stimmlich hat er ebenso einiges auf dem Kasten. Er ist als Synchronsprecher für Filme zu hören und lieh mehreren Hörbüchern sowie Hörspielen seine Stimme. Zusammen mit seiner Frau betrieb er vor einigen Jahren den Podcast „Die Welt und Wir“, der in Kürze in eine zweite Staffel gehen wird.

Vielseitig und gefragt
Zu seinen etlichen Talenten gehört ferner, dass er fließend Englisch und Französisch spricht. Daneben beherrscht er die deutschen Dialekte Bairisch, Sächsisch, Kölsch, Nordisch und Berlinerisch sowie eine Menge europäischer Dialekte. „Die Dialekte habe ich mir zum Spaß beigebracht. Manchmal versuche ich damit, meine Frau ein bisschen in den Wahnsinn zu treiben“, schmunzelt Steffen Groth.

Bewegung für den Schönling
In seiner Freizeit macht der Wahl-Friedrichshagener gern Sport. Dazu gehören Kung-Fu, Kickboxen, Bogenschießen und seit Neuestem sogar Apnoetauchen. „Da erreiche ich mittlerweile Tiefen von 20 Metern mit drei Minuten Luftanhalten“, verblüfft er.
Doch auch im TV war er bereits sportlich zu erleben. So nahm er drei Mal beim „TV total Turmspringen“ teil. Im Synchronspringen konnte er hierbei jedes Mal den ersten Platz erringen.
Bei so viel körperlicher Ertüchtigung darf es im Sommer schon hin und wieder ein Eis sein. Dabei ist ein veganes Zartbitterschokoladeneis seine absolute Lieblingssorte. „Seit knapp 30 Jahren ernähre ich mich vegetarisch und seit 15 Jahren vegan. Ich habe daher bereits einige Male für unterschiedliche Kampagnen mit ‚PETA‘ zusammengearbeitet“, berichtet er.
„Sehr gern bin ich zudem mit dem Stand-up-Paddle-Board unterwegs“, zeigt er einen weiteren Weg auf, die Müggelsee-Region zu entdecken.

Erstellt: 2026